Eiablage

Die Eiablage erfolgt ab Mai/Juni. Je nach Wetterlage beginnt sie spätestens
am 15. Juni und erstreckt sich bis in den Juli, selten bis in den August.
Die bisher späteste Eiablage registrierte ich am 16. August.
Aufgrund mehrerer Umzüge und damit neuer Gehege für die Schildkröten
kam es in den letzten Jahren vermehrt zu Eiablagen, ohne daß eine Eigrube
angelegt wurde. Wahrscheinlich spielt dabei der Stress eine entscheidene Rolle.
1999 im neuen Gehege kam dies nur noch ein Mal vor.
Weibchen beim Ausheben der Eigrube
Leider fanden die Tiere an einem angelegten Eihügel wenig Gefallen und
legten ihre Eier ausnahmslos an die sonnigste Stelle an der Gehege-begrenzung
in den normalen Gartenboden. Der Eiablagehügel wurde nur
zum Eingraben in der Nacht genutzt und so nach und nach abgetragen.
Haben die Tiere einen aus ihrer Sicht geeigneten Eiablageplatz gefunden,
wird er meist jedes Jahr erneut aufgesucht. Dann erübrigt sich die Anlage
eines Eiablagehügels meistens. Dieser wird jedoch notwendig, wenn die
Tiere tage- und wochenlang unruhig durchs Gehege laufen und keinen geeigneten
Platz finden. Er sollte an der sonnigsten Stelle im Gehege liegen und möglichst
wenig bewachsen sein. Wichtig ist, daß der Boden nicht zu lose ist,
da sonst beim Graben die Eigruben immer wieder einstürzen. Als Bodengrund
verwendet man am besten ein Sand-Erde-Gemisch. Allerdings sind die Präferenzen
der Weibchen durchaus verschieden, einige bevorzugen hellen, andere dunklen
Bodengrund für die Eiablage.
An schönen Tagen mit Temperaturen über 20°C suchen die Tiere
einen geeigneten Platz zur Eiablage. Ist das Wetter über längere
Zeitabschnitte zu kühl, so konnte ich auch Eiablagen in der Schutzhütte
beobachten.
Das 1. Ei wird ........... .......
abgelegt. Nachdem
alle Eier abgelegt sind....
Erhöhte Legeaktivitäten
tritt insbesondere an Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf.
Fast alle Eiablagen erfolgten, soweit bisher beobachtet in den späten
Vormittags- bzw. in den Mittagsstunden. Im Schnitt dauerten sie 1,5 Stunden.
Die Gruben waren nie tiefer als 10-12 cm und die Birnenform (also oben dünner
und unten breiter werdend) war nur selten zu erkennen. Dies hängt wahrscheinlich
vom Bodensubstrat ab.
....wird die
Grube sorgfältig verschlossen.
Eine Ablage erfolgte an
einem schwülwarmen Tag abends gegen 21 Uhr.
Die Gelegegrößen schwankten zwischen 1-8 Eiern, wobei die zwei
Weibchen,
die nur je ein Ei legten, das erste Mal Eier legten.
Aus beiden Eiern schlüpften bei mir Jungtiere, auch wenn man oft liest,
daß die Erstgelege nicht befruchtet sind. Man sollte sie also auf jeden
Fall zeitigen.
Im Jahr 2000 beobachtete ich erstmals Zweitgelege bei meinen Tieren. Aufgrund
des extrem warmen Mais, erfolgten die ersten Eiablagen um einen Monat nach
vorn verschoben. Im Juni/Juli kam es bei fast allen Tieren zu einer zweiten
Eiablage.