Paarung

Bei warmen Sommerregen sind die Paarungsaktivitäten sehr rege.

Die Paarung beginnt je nach Wetter wenige Tage nach dem Ende des Winterschlafs und erstreckt sich über die gesamte Aktivitätsphase, sie hat allerdings ihren Höhepunkt im Frühjahr.
Die Männchen verfolgen die Weibchen und beißen ihnen in die Hinterbeine, um sie am Weiterlaufen zu hindern. Auch Rammstösse gegen den Panzer sind häufig zu beobachten. Wird das Weibchen langsamer oder bleibt stehen, so läuft das Männchen nach vorn und schnappt nach den Vorderbeinen, damit das Weibchen diese einzieht und hinten der Hinterleib weiter hervortritt. Dann läuft das Männchen wieder nach hinten, um aufzureiten.
Da die Weibchen meist jedoch nicht geduldig warten, sondern weglaufen, wiederholt sich die Prozedur ständig, bis das Weibchen nicht mehr wegläuft und das Männchen aufreiten lässt.
Der Schwanz wird nach vorne gebogen und unter den Panzerrand des Weibchens geschoben. Dabei stülpt das Männchen den Penis aus und führt ihn in die Kloake des Weibchens ein. Während der Paarung stößt das Männchen fiepende hohe Geräusche aus, die vermutlich durch das schnelle Ausstoßen von Luft entstehen.
Wegen der ständigen Paarungsbemühungen der Männchen ist es auch wichtig, daß man mehr Weibchen als Männchen hält.Ich halte ein Verhältnis von 2-3 Weibchen auf ein Männchen für das Wenigste, es sei denn man hält die Tiere die meiste Zeit getrennt.
Ansonsten werden die Weibchen zu stark von den paarungswilligen Männchen bedrängt und kommt kaum zum Fressen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch ein gut strukturiertes nicht zu kleines Freilandterrarium mit Versteckmöglichkeiten, damit sich die Weibchen den oft sehr rabiaten Männchen entziehen können.

Nach stunden- oder tagelangen Bemühungen des Männchens lässt das Weibchen die Paarung über sich "ergehen"